Marvin Spencer

Stand-up | Comedian

STand-up amerikanischer Schule bis politisches kabarett

Marvin Spencer hinterlässt eine Spur der Verwüstung auf den Bühnen dieses Landes.
Denn wenn er hinters Mikrofon tritt, packt der Feingeist verbal die Fäuste aus und
befördert billige Pointen und vorhersehbare Gags gleich mit dem ersten Punch ins Aus.

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Mit seiner Mischung aus Stand-Up Comedy amerikanischer Schule und politischem Kabarett hat der Hamburger zahlreiche Wettbewerbe gewonnen und wurde 2015 mit dem renommierten Münchner Kabarett Kaktus ausgezeichnet.


Immer ein bisschen lauter als nötig fordert Marvin volle Aufmerksamkeit, schließlich hat er viel zu sagen: über Religion, Politik und Gesellschaft; aber vor allem seine privaten Abgründe. Denn Comedy muss allen wehtun, ohne Ausnahme.
Handwerklich ausgereift setzt er in seinem Programm auf Charakter statt auf Karikaturen. Er provoziert nicht, um zu provozieren – er überrascht, um uns zum Lachen zu bringen. Marvin Spencer präsentiert keine Klischees zum Abnicken. Er bringt uns mit Ehrlichkeit aus dem Konzept und präsentiert uns die Welt aus dem Blickwinkel des ewigen Außenseiters. Das ist Comedy zum Selberdenken; intelligent bis unter die Gürtellinie.

BIO, REFERENZEN UND MEHR

Geboren im Epizentrum der guten Laune Bielefeld, attestierte bereits Marvin Spencers Grundschullehrer eingangs in seinem ersten Zeugnis: „Marvin ist ein sehr lebhafter Schüler“ – die Bezeichnung ADHS war noch nicht geläufig – womit der Weg für Marvin auf die Bühne schon vorgezeichnet war.

Auch sein Highschool Jahr in Florida, während dem er bei einer evangelikalen Familie lebte und eine religiöse Privatschule besuchte (so mit Beten und allem drum und dran!), konnte Marvin nicht den Schalk aus dem Nacken kloppen.

Nach dem Abiturball, zu welchem er übrigens ein weißes Sakko trug, in dem er außerordentlich flott aussah, zog er nach Hamburg und leistete da seinen Zivildienst in einem Altersheim als Rentnertainer.

Danach entschloss sich Marvin für den ganz klassischen Weg zur Comedy und studierte Islamwissenschaft – passend zu seinem Gesicht. Hier schuf der sympathische Overachiever Tatsachen und absolvierte sein Studium in rekordverdächtigen 19 Semestern. An der Uni lernte Marvin Arabisch, Türkisch, Französisch und Spanisch – alle Sprachen hat er allerdings restlos wieder vergessen, weshalb sich der Verfasser diesen Satz komplett hätte schenken können.

Im Anschluss an die Uni prostituierte Marvin sich kurzzeitig als Werbetexter. Doch die desolaten und menschenunwürdigen Bedingungen in der Werbebranche schockierten ihn so sehr, dass er sich zu Beginn der Flüchtlingskrise 2015 von ihr abwandte und als Sozialarbeiter in einem Flüchtlingscamp anheuerte.

Während eines Praktikums in der Comedy-Redaktion von Radio Hamburg begann Marvin damit Witze zu schreiben und seit 2013 tourt er über die Bühnen dieses Landes. 2015 gewann er versehentlich den renommierten „Münchner Kabarett Kaktus“, ließ sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen und machte weiterhin Stand Up Comedy nach amerikanischem Vorbild – authentisch, aus dem Leben gegriffen und ohne Agenda.

So war es nur konsequent, dass sich Marvin 2018 nach Amerika aufmachte. Anderthalb Jahre lang lebte und arbeitete Marvin in Kanada und den USA und reiste im Van quer durch den Kontinenten. Tagsüber malochte er auf dem Bau (Islamwissenschaftler sind da äußerst gefragt!), abends stand er auf der Bühne und brachte den Nordamerikanern den weltweit geschätzten deutschen Humor näher. Darüber hinaus nutzte er die örtlichen Angebote und bildete sich weiter im Sketch-Schreiben und Impro-Comedy, an Theatern wie dem legendären iO Chicago, Second City Toronto und Blind Tiger Vancouver.

Auch vor der Kamera setzt Marvin Spencer neue Maßstäbe. Er wirkte bereits als Komparse bei „Stromberg – Der Film“, „Der Tatortreiniger“ und „Jennifer – Sehnsucht nach was Besseres“ [sic!] mit. Seine Fähigkeit unauffällig im Hintergrund rumzustehen (auf Anfrage auch sitzen!) beeindruckte Regisseure der Republik so nachhaltig, dass Marvin Spencers Name nur selten ohne das Prädikat „Jahrtausendkomparse“ fällt.

DAS SAGEN DIE ANDEREN ÜBER MARVIN SPENCER

„Der Typ ist ein echter Knaller. Mit seiner trockenen Art und einer hohen Gagdichte wird der unseren Saal zum Kochen bringen.“
Stephan Gründken – Theaterbetreiber

„Von Marvin habe ich gelernt was Timing ist“
Salim Samatou

„Sahneschnitte“
Urheber unbekannt verzogen